Schul-Kino
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Schulvorstellungen mit Filmen des
aktuellen Programms

 oder mit Wunschtiteln

sind in der Zeit von Montag bis Freitag

von 8.00Uhr bis 13.00Uhr möglich!
> Sonder-Eintrittspreise, begleitende LehrerInnen frei
Kontakt: 06421-62677 oder 67269 / Mobil: 0173-2566183
e-mail: info@marburgerfilmkunst.de
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CINÉFÊTE 2016
war vom 17. bis 30.November

Zum 16. Mal gastierte das französische Jugendfestival Cinéfête
in den Marburger Filmkunsttheatern. Cinéfête verbindet traditionell einen
 Einblick in das aktuelle Schaffen der großen Filmnation Frankreich mit
einem Blick auf die Kultur unseres Nachbarn. Das Festivalprogramm vereint
pädagogischen Anspruch, jugendgerechte Unterhaltung und künstlerischen
Wert. Die Filme kommen ebenso aus Frankreich wie aus frankophonen
 Ländern und werden 
in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt
 - zum Sonder-Eintrittspreis von 3,50€!

Cinéfête leistet über die Vermittlung von Filmkultur und Sprachkenntnis
 hinaus einen wichtigen Beitrag zum deutsch-französischen Verständnis
 und zum gegenseitigen Kulturdialog.

Mit Cinéfête entdecken die deutschen Schüler und Schülerinnen, die Filme oft nur
 in der synchronisierten Fassung kennen, die kulturelle und ästhetische Vielfalt
eines europäischen Kinos, jenseits des Mainstreams!

Ziel von Cinéfête ist es, jungen Leuten mit dem französischen Film
die französische Sprache und Kultur nahe zu bringen. Das Kino wird
zu einem Ort des lebendigen Sprachenunterrichts und der
Begegnung mit fremden Kulturen. Sie werden an Werke
der Filmkunst herangeführt und für deren spezifische Qualität sensibilisiert.
Dabei soll vor allem Eines nicht zu kurz kommen: die Lust am französischen Film,
 denn Kino ist Lernort und Erlebnisort! So ist Cinéfête ein mancherorts schon
im voraus heiß erwartetes Fest des Französischen Kinos:
Cinéfête - c'est le cinéma en fête
!
Als ältestes deutschlandweit agierendes Schulfilmfestival ist Cinéfête
ein Modellprojekt: Entwickelt auf Basis langjähriger französischer Erfahrungen
im Bereich Filmpädagogik möchte es nicht nur den französischen Film
vermitteln und deutschen Lehrern Anregungen für einen anderen
Französischunterricht geben. Es zielt auch darauf, Film als kulturelles
Gut langfristig in den Schulunterricht zu integrieren und den
Aufbau der Filmerziehung in Deutschland zu unterstützen.
BON FESTIVAL !

  wünschen das Institut Francais Mainz,
  die AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
  und die Organisatoren der Marburger Filmkunsttheater:
Hubert Hetsch und Wolfgang Marek

....und das war das Programm von CINÉFÊTE 2016:






BELLE ET SÉBASTIEN : L'AVENTURE CONTINUE von Christian Duguay

In dem Alpendorf Saint Martin lebt der 10-jährige Waisenjunge Sebastian. Statt in die Schule zu gehen, jagt er lieber mit seiner Berghündin Belle über die Wiesen. Am meisten freut sich Sebastian auf die Rückkehr seiner Tante Angelina. Doch als er sie mit seinem Großvater César abholen will, erfahren sie Schreckliches: Angelinas Flugzeug ist abgestürzt und hat den Wald in Brand gesetzt. Als einziger glaubt Sebastian daran, dass Angelina überlebt hat und gerettet werden muss. Jetzt kann nur noch der mürrische Pilot Pierre helfen. Das ungleiche Trio macht sich zu Fuß auf den Weg durch den brennenden Wald. Ihnen stehen nicht nur neue Freundschaften und aufregende Abenteuer bevor, sondern große Gefahren und ein noch unglaubliches Geheimnis.

Ein kleiner Junge, ein großer Hund und ein noch größeres Abenteuer: „Sebastian und die Feuerretter" ist ein modernes Kindermärchen, in dem es um alles geht (Stern). „Belle et Sébastien: l'aventure continue“ ist die neue „Belle et Sébastien“-Kinoverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchs von Cécile Aubry.

Deutscher Titel: Sebastian und die Feuerretter
Abenteuerfilm, Frankreich 2015, 97 Minuten
4. bis 7. Klasse


DEMAIN von Cyril Dion, Mélanie Laurent

Was, wenn es eine Lösungsformel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Als die Schauspielerin Mélanie Laurent und der französische Aktivist Cyril Dion in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie lesen, die den wahrscheinlichen Zusammenbruch unserer Zivilisation in den nächsten 40 Jahren voraussagt, wollen sie sich mit diesem Horror-Szenario nicht abfinden. Schnell ist ihnen jedoch klar, dass die bestehenden Ansätze nicht ausreichen, um einen breiten Teil der Bevölkerung zu inspirieren und zum Handeln zu bewegen. Also machen sich die beiden auf den Weg. Sie sprechen mit Experten und besuchen weltweit Projekte und Initiativen, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Was sie finden, sind Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit.

Der Film „Demain“ begleitete mit riesigem Erfolg die COP 21, den Weltklimagipfel 2015 in Paris und gewann den César für den besten Dokumentarfilm beim Französischen Filmpreis 2016. „Dieser Film sollte Teil der Ausbildung aller politischen Verantwortlichen weltweit sein!” (David Nabarro - UN Beauftragter für Klimapolitik und nachhaltige Entwicklung).

N.B. : Cyril Dions und Mélanie Laurents Film aus der Reihe Cinéfête 17 richtet sich auf Grund seines Themas und seiner Handlung zum ersten Mal an ein noch breiteres Publikum als Französischschulklassen und kann sowohl bei Cinéfête als auch beim britischen Pendant BritFilms gebucht werden (Originalversion Französisch und Englisch, weiterhin mit deutschen Untertiteln).

Deutscher Titel: Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen
Dokumentarfilm, Frankreich 2015, 118 Minuten
8. bis 13. Klasse


FATIMA von Philippe Faucon

Fatima muss ihre zwei Töchter versorgen: Die 15-jährige Souad, eine rebellische Teenagerin, und die 18-jährige Nesrine, die bald mit dem Medizinstudium anfangen soll. Ihr Stolz und ihre Freude sind auch immer wieder die Quelle ihres Kummers. Um ihren Mädchen die bestmögliche Zukunft zu sichern, schuftet Fatima zu den unmöglichsten Zeiten als Putzfrau. Eines Tages fällt sie unglücklich die Treppe herunter. In dieser Situation schreibt sie ihren Töchtern auf Arabisch das, was sie auf Französisch nie sagen konnte.

„Fatima ist so ein feiner Film, dass es schwierig ist, überhaupt darüber zu sprechen, ohne den Film zu beschädigen“, schrieb Le Monde 2015 über Fatima. „Ein Meisterwerk“ für die französische Tageszeitung, das in der Tat beim französischen Filmpreis 2016 gleich 3 Césars gewann (Bester Film, Beste Literaturverfilmung und Beste Nachwuchsspielerin).

Drama, Frankreich 2015, 79 Minuten
9. bis 13. Klasse


LES COMBATTANTS von Thomas Cailley

„Les Combattants“ ist die Geschichte einer ganz besonderen Liebe. Arnaud trifft in seinen Sommerferien auf Madeleine, die ganz anders ist als er. Während er das Leben locker nimmt, zieht sie ein hartes Überlebenstraining durch, da sie fest davon überzeugt ist, dass der Weltuntergang kurz bevorsteht. Sie ist schroff, unbeirrbar und faszinierend. Bevor Arnaud weiß, wie ihm geschieht, hat er sich zusammen mit Madeleine beim großen Survival-Training angemeldet. Und bekanntlich ziehen sich Gegensätze an…

Der erste Spielfilm von Thomas Cailley, gefeiert in Cannes, hält humorvoll und melancholisch den Weltuntergang zum Narren. (Libération)

Der Film gewann 3 Césars beim Französischen Filmpreis 2015 (Beste Schauspielerin, Bester Nachwuchsschauspieler und Bester Erstlingsfilm).

Deutscher Titel: Liebe auf den ersten Schlag
Komödie, Frankreich 2014, 98 Minuten
10. bis 13. Klasse


LES HÉRITIERS von Marie-Castille Mention-Schaar

Ein Leben im Pulverfass: Die 11. Klasse des Pariser Léon Blum Gymnasiums ist im wahrsten Wortsinn vielfältig. Doch tummeln sich hier viele, die wissen, dass sich der Rest der Welt nicht für sie interessiert. Das Klassenzimmer ist ihre politische Bühne, hier begegnen sich mit voller Wucht kulturelle und persönliche Konflikte. Etwas zu lernen, scheint reine Zeitverschwendung. Als die engagierte Lehrerin Anne Gueguen die Klasse übernimmt, begegnen ihr selbstbewusster Unwille und große Provokationslust. Doch die kluge Frau versteht es, mit geschickten Fragen die Muster der Jugendlichen zu durchbrechen. Ohne mit der Wimper zu zucken, meldet sie die Klasse bei einem renommierten nationalen Schülerwettbewerb an. Mit großer Beharrlichkeit gelingt es ihr, die Schüler in eine gemeinsame Aufgabe zu verwickeln. Obwohl die meisten sich noch nie mit Geschichte befasst haben, entdecken die Jugendlichen, dass die längst vergangenen Schicksale auch ihnen viel zu erzählen haben. Für sie beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die sie schließlich zu einer Gemeinschaft macht.

Die Schüler von Madame Anne von Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar ist eine bewegende, wunderbare Geschichte über Chancen, Integration und Respekt (Süddeutsche Zeitung). Gewinner des Haupt- und Publikumspreises bei den Französischen Filmtagen Bonn/Köln 2015.

Deutscher Titel: Die Schüler der Madame Anne
Drama, Frankreich 2014, 105 Minuten
9. bis 13. Klasse


MICROBE ET GASOIL von Michel Gondry

Mitten im laufenden Schuljahr kommt ein Neuer in die Klasse – Théo. Wie Daniel ist auch er schnell ein Außenseiter in der Klasse: Daniel, introvertiert und immer vertieft in seine Zeichnungen, und Théo, der auf alles eine Antwort weiß und leidenschaftlich gerne tüftelt. Doch eins haben beide gemeinsam: Als die Sommerferien beginnen, will keiner die Zeit mit seiner Familie verbringen und zusammen schmieden sie einen Plan. Mit Hilfe eines Rasenmäher-Motors und einiger Bretter zimmern sie sich ein ebenso skurriles wie liebevoll gestaltetes und vor allem fahrbares Haus. Ein abenteuerlicher Roadtrip - mit maximal 20 km/h - über die französischen Landstraßen beginnt. Sie lernen neue Freunde kennen, liefern sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei und machen vor allem das, was sie schon immer tun wollten: die Freiheit genießen, einen wundervollen Sommer lang!

Freaks auf Reisen: Michel Gondry feiert in „Mikro & Sprit“ die Fantasie und eine Freundschaft an der Grenze zum Erwachsenwerden. (...) Zu träumen, das heißt bei Michel Gondry nicht etwa, vor der Realität zu fliehen. Gerade die Kombination aus fantastischer Erfindungslust und Realismus macht die Magie dieses Films aus. (Tagesspiegel)

Deutscher Titel: Mikro und Sprit
Abenteuerfilm, Frankreich 2015, 104 Minuten
7. bis 10. Klasse


TOUT EN HAUT DU MONDE von Rémi Chayé

1882 in Sankt Petersburg. Der Großvater von Sasha, einem blaublütigen Mädchen, ist einst aufgebrochen, um den Nordpol zu erreichen. Von ihm hat Sasha ihre große Abenteuerlust. Er ist aber verschwunden und Sasha langweilt sich im konventionellen Hofleben. Gegen den Willen ihrer Eltern reißt sie aus und versucht, ihren Großvater wiederzufinden.

„Tout en haut du monde" beweist erneut die Lebendigkeit, Kreativität und Feinheit der französischen und europäischen Animationsfilmkunst (Cahiers du Cinéma). Der Film gewann den Publikumspreis beim Internationalen Festival für Animationsfilme Annecy 2015.

Animationsfilm, Frankreich 2015, 80 Minuten
1. bis 6. Klasse